Samstag, 31. August 2019

Nach drei anstrengenden Seminartagen ist heute ein sehr abwechslungreiches Programm angesagt. Der Samstag beginnt mit einem Besuch des TV-Senders RCC Chaco Info. Dann geht es auf den Hof von Heinz und Elviera Ratzlaff, den Eltern von Betty.

Wir fühlten uns sehr willkommen bei Heinz und Elviera

Die beiden haben ein sehr abwechslungsreiches Leben in vielfältigen Aufgaben, z.B. in der Mission, der Leitung von Eirene oder eben auch als Pferde- und Rinderzüchter auf ihrem Land.

Pferde

Zunächst wurden uns einige ihrer Pferde vorgestellt. Sie züchten Quarter Horses, die bei uns auch als Westernpferde bezeichnet werden, und besonders gut für das Viehtreiben und Reiten auf den riesigen Weiden der Rinder geeignet sind. Darüber hinaus sind es aber auch edle und wertvolle Zuchttiere mit zahlreichen Auszeichnungen.

Einige der schönen Tiere
Stute mit Fohlen.
Und auch in Bewegung.

Man hat uns auch eingeladen, auf den Pferden zu sitzen. Burgi, der sich um die Tiere kümmert, half uns beim Aufsteigen und ließ Ursel und Angela eine Runde drehen.

Das auf dem Rücken der Pferde noch mehr geht, durften wir dann auch noch sehen. Alle Pferde werden für ihre spätere Verwendung zugeritten und trainiert. Angela (nicht zu verwechseln mit Angela aus unserem Team) arbeitet als Zureiterin auf dem Hof und gab uns eine sehenswerte Kostprobe ihres Könnens.

Nach den Pferden wollten wir uns auch noch die Rinder ansehen. Vorher aber gab es eine kleine Erfrischungsrunde, die Elviera für uns mit kühlen Getränken und Gebäck liebevoll vorbereitet hatte.

Kurze Pause und Erfrischung.
Drei Dinge dürfen auf keiner authentischen Ranch fehlen. Katzen, Hunde und …
Ein Truck, der so richtig nach Arbeit auf der Ranch aussieht!

Rinder

Die Landwirtschaft ist mit mehr als 25% Anteil am Bruttoinlandsprodukt Paraguays wichtigster Wirtschaftszweig. Im Chaco ist das vor allem die Weidewirtschaft mit Rindern. Ihr Fleisch wird weltweit exportiert, ist aber auch im Inland eine wichtige Nahrungsquelle.

Rinder auf dem Hof von Ratzlaffs.

Heinz und Elviera hatten extra für unseren Besuch einige besonders schöne Exemplare aus ihrem Bestand von der Weide holen lassen, auf der sie normalerweise das ganze Jahr über stehen. Sie haben verschiedene Rassen, darunter auch die auffälligen Brahman-Rinder mit einem ordentlichen Buckel auf dem Rücken.

Brahman Rind mit charakteristischem Buckel.

Diese Region liefert ein sehr zartes, von feinen Fettadern durchzogenes Fleisch, und wird als besondere Delikatesse gehandelt. Bei einem (späteren) Besuch einer Churrasquería, also einem Fleischspezialitäten-Restaurant, wie sie hier und in anderen Ländern Südamerikas verbreitet sind, konnten wir uns von dem feinen Geschmack auch selbst überzeugen.

Heinz liebt seine Tiere … und ganz offensichtlich sie auch ihn.

Wer von den geschätzten Lesern sich jetzt aufgrund seines vegetarischen/veganen Lebenstils mit dem Gedanken trägt, seinen geplanten Paraguay-Besuch wieder abzusagen: Es gibt überall auch ein gutes Angebot an andere Speisen: Viele Back- und Gemüsespezialitäten aus dem Ofen oder auch vom Grill. Aber wer dem Fleisch nicht abgeneigt ist, wird hier ganz besondere Leckereien geboten bekommen.

Auf dem Rückweg von der Ranch begegneten wir noch einer Gruppe von Straußen, die hier in freier Wildbahn leben. Die Tiere sind allerdings deutlich kleiner als die australischen Vögel und außerdem eher scheu und nicht – wie man häufig hört – besonders angriffslustig oder sogar gefährlich.

Ein ganz herzliches Dankeschön an die freundliche und sehr eindrückliche Einladung auf eure Ranch, lieber Heinz und liebe Elviera.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.